Mittwoch, 28. Oktober 2009

Naherholungsgebiet Kalk

Chemische Fabrik KalkAuf der Suche nach Hinweisen zum Kalker Wappen bin ich bei Wikipedia auf interessante Infos gestossen. Demnach war Kalk, man höre und staune, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Naherholungsgebiet für die linksrheinischen Kölner.

Neben dem Picknick im Grünen und der Einkehr in elegante Restaurants nutzten die vornehmen Kölner "schöne Gartenanlagen, Grottenbauten, großflächige Tiergehege und Volieren, um den Stadtkindern das ländliche „Viehzeugs“ näher zu bringen".

Ach, muss das schön gewesen sein. Die Chemische Fabrik, die es in diesen vorindustriellen Zeiten  noch nicht gab, ist inzwischen schon wieder Geschichte. Das Naherholungsgebiet leider auch. Aber zumindest ein paar Grünanlagen sind uns ja immerhin geblieben...

Dienstag, 6. Oktober 2009

5. KalkKunst 2009

Heute geht die 5. KalkKunst zu Ende und, ehrlich gesagt, ich habe mal wieder nichts davon mitbekommen bzw. mitgenommen. Gesehen habe ich schon, dass z.B. in den Schaufenstern der Kalker Hauptstraße Kunst ausgestellt wurde, aber mal wieder habe ich an keiner Veranstaltung teilgenommen. Ärgerlich. Grund genug, dieser jährlich stattfindenden Initiative der Stiftung Kalk Gestalten wenigstens mal einen Artikel zu widmen - und Besserung fürs nächste Jahr zu geloben.

Laut Website der Stiftung geht es um "Kunst im Alltag. Es werden Kunstwerke dort ausgestellt, wo die Kalker BürgerInnen ihren Alltag erleben (Geschäfte, Banken, Sozialeinrichtungen, öffentliche Gebäude)." Und zwar an 48 Orten rund um die Kalker Hauptstraße, Höhenberg und Gremberg. Parallel gab es u.a. eine Vernissage im Polizeipräsidium (das ich eigentlich auch schon längst mal von innen gesehen haben wollte), verschiedene Künstlervorstellungen, zweimal Künstlerfrühstück im Café Schlechtrimen, zwei Kunstspaziergänge (Kalker Osten und Kalker Hauptstraße) und eine Finissage im Bezirksrathaus. Ausgestellt wurden Ölbilder, Glasbilder, Fotografien, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und vieles mehr.

Der Kölner Stadtanzeiger zitiert Oberbürgermeister Schramma bei der Eröffnungfeier mit den Worten: „Die Reihe KalkKunst hat sich toll entwickelt. Vor Jahren mit 18 Künstlern gestartet, sind es bei der fünften Auflage mehr als 60". Auch Mit-Organisator Rainer Kreke von Kalk Gestalten sah in diesem Jahr das Niveau der KalkKunst-Reihe nochmals gesteigert.

Interessierte Künstler können sich übrigens schon jetzt für die 6. KalkKunst 2010 bewerben, die vom 26.10.-09.11.2010 stattfinden wird. Außerdem gibt es zur diesjährigen Veranstaltung einen Kunstkalender, in dem sich die Künstler in ihren Beiträgen mit Kalk auseinandergesetzt haben.

Montag, 5. Oktober 2009

Der Wasserturm in Kalk: Verstecktes Wahrzeichen

Wasserturm KalkDer 1904 erbaute und 40 m hohe Wasserturm gehörte ursprünglich zur Chemischen Fabrik Kalk. Ein Schornstein im Inneren des Turms ließ früher aus der Spitze weißen Rauch aufsteigen.

Nach dem Abriss der Fabrik war er lange Zeit freistehend und wird seit einigen Jahren leider vom Einkaufszentrum Köln Arcaden umschlossen. Daher ist vom Wasserturm von der Kalker Hauptstraße aus nur noch wenig zu sehen. Eine Komplett-Ansicht erhält man nur, wenn man sich über den Bürgerpark von hinten nähert. Aber immerhin, er steht überhaupt noch - zum Glück unter Denkmalschutz. Und ist längst so was wie das Wahrzeichen Kalks.

2005 fand im Wasserturm anläßlich der Kalker Kunstmeile die Skulpturen-Ausstellung Balusta Bhava 3 vom Bildhauer Winfried Kirches statt, aber grundsätzlich ist der Turm meines Wissens nicht zugänglich.