Sonntag, 13. März 2011

Denkmäler in Kalk

Der Stadtteil Kalk ist in Köln definitiv als häßlich verschrien. Tatsächlich gibt es in Kalk viele architektonische Wiederaufbau-Verbrechen und gerade die Kalker Hauptstraße ist nun wirklich keine repräsentative Prachtallee. Wer sich aber ein bisschen mit dem Stadtteil beschäftigt, weiß, dass es auch viele nette Ecken gibt. Denn obwohl Kalk wegen der Chemischen Fabrik im Zweiten Weltkrieg zu 90 Prozent zerstört wurde,  hat doch einiges an sehenswerter Bausubstanz den Krieg überstanden - eindrucksvoll zu sehen z.B. in der Eythstraße.

Eine Liste der Denkmäler im Kölner Stadtteil Kalk auf Wikipedia, die dann sogar noch deutlich länger ist, als ich das erwartet hätte, enthält "Sakralbauten, Wohn- und Fachwerkhäuser, historische Gutshöfe und Adelsbauten, Industrieanlagen, Wegekreuze und andere Kleindenkmäler sowie Grabmale und Grabstätten, die eine besondere Bedeutung für die Geschichte Kölns haben." Alle Denkmäler werden mit genauen Adressdaten und z.T. mit Foto dokumentiert.

Freitag, 4. März 2011

VISION e.V.: Kunst im Sozialen Raum

VISION e.V., ein Verein für Drogenselbsthilfe und das Künstlernetzwerk crossart haben Anfang März mit Unterstützung der Stiftung KalkGestalten das Gemeinwesenprojekt Kunst im sozialen Raum gestartet.

Ziel des Projekts ist die Förderung des Dialogs zwischen Besuchern des Vereins und der Kölner Bevölkerung. Es besteht aus mehreren Elementen, die im Laufe des Jahres umgesetzt werden.

Los geht's mit der öffentlichen Ausstellung Vanitas - Gedanken im alltäglichen Leben vom 19. März bis 22. April, bei der Schülerarbeiten der Jahrgangsstufe 11 des Schiller-Gymnasiums Köln-Sülz in den Räumen des Vereins (Neuerburgstraße 25) präsentiert werden.

Parallel startet ein weiteres Projekt, bei dem drogengebrauchende Besucher des Vereins einmal wöchentlich die Möglichkeit haben, unter pädagogischer Anleitung selbst künstlerisch tätig zu werden. Die Materialien werden dabei den Teilnehmern kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Daneben werden im Laufe des Jahres weitere wechselnde Ausstellungen von Crossart-Künstlern in den Räumen von Vision e.V. stattfinden. Einbezogen wird dabei auch das bisher wenig genutzte Außengelände des Vereins, das so in einem Skulpturengarten für die Bevölkerung des Stadtteils umgewandelt werden soll.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Kalker Kaffee #14: Lesung am 25. März

Mal wieder ein Hinweis in eigener Sache: Mit unserer nächsten Lesung am 25. März im Bürgerhaus Kalk konkurrieren wir mit der lit.cologne, aber im Gegensatz zu den meisten Veranstaltungen dort ist der Kalker Kaffee noch nicht ausverkauft.

Ihr habt also die Chance, dabei zu sein!

Weitere Infos zum Kalker Kaffee unter http://www.kalker-kaffee.de

Ein paar Impressionen (bewegte Bilder!) vom Kalker Kaffee findet Ihr bei YouTube oder folgt dem Twitterkanal.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Buchtipp: 111 Kölner Orte die man gesehen haben muss

In den beiden Bänden 111 Kölner Orte die man gesehen haben muss von Bernd Imgrund (und Fotos von Britta Schmitz) bleiben die allseits bekannten touristischen Highlights Kölns völlig unerwähnt.

Stattdessen geht es um die versteckten und unspektakulären Schätze der Stadt, die trotzdem oder gerade deswegen einen Besuch wert sind. Und selbst zu Orten, die man lange schon kennt wie z.B. der Barbarossaplatz oder die Ebertplatz-Passage, weiß der Autor Dinge zu berichten, die man noch nicht wusste und die Plätze in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Ich jedenfalls habe sehr viel Neues und Spannendes über Köln gelernt und gehe seither viel aufmerksamer durch die Stadt.

Was das nun aber mit Kalk zu tun hat? Überraschenderweise findet Kalk viel häufiger Erwähnung als ich das vorher gedacht hätte. Natürlich gibt es einen Text zum Wasserturm der CFK, aber auch der Alte Kalker Friedhof (den ich bisher nur als Klostergarten kannte), der Atombunker in der U-Bahn-Station Kalk Post und die Zechenbrauerei von Sünner werden erwähnt.

In jeder Hinsicht zwei lesenswerte und lohnenswerte Bände.

Montag, 10. Januar 2011

Offener Kalker Bücherschrank

Seit einiger Zeit gibt es auch in Kalk einen offenen Bücherschrank - und zwar vor dem Café Schlechtrimen auf der Kalker Hauptstraße.

Das grundsätzliche Prinzip: Bücher können dort kostenlos ausgeliehen, eingestellt oder getauscht werden. Eigene alte Bücher können so vor der Mülltonne gerettet und anderen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Der Bücherschrank ist für jeden frei zugänglich - in diesem Fall allerdings nur zu den Öffnungszeiten des Café Schlechtrimens, das aber immerhin sieben Tage die Woche.

Die Aktion wird unterstützt - natürlich - vom Café Schlechtrimen, der Stiftung KalkGestalten, der Sozialraumkoordination Humboldt-Gremberg/Kalk und der Stadt Köln.