Donnerstag, 21. Januar 2016

Interesse an Kalk lässt nicht nach

Die einen sagen so, die anderen so: Während die FAZ kürzlich noch darüber berichtete, wie lebenswert doch dieser Stadtteil sei oder doch in naher Zukunft werde, steht Kalk nun aus ganz anderen Gründen schon wieder in den Schlagzeilen. Grund sind drei Razzien, die innerhalb kürzester Zeit auf der Kalk-Mülheimer-Straße und der Taunusstraße erfolgten. Dabei ging es der Polizei wohl vorrangig darum, gegen Diebesbanden und illegale Zuwanderer vorzugehen.

Die Ereignisse nahm nun wiederum RP Online zum Anlass, die unerfreulichen Aspekte, die es in Kalk zweifelsfrei gibt, zwar zu bestätigen, aber dann doch auch festzustellen, dass der multikulturelle Stadtteil auch einiges an Vielfalt bietet. Auf die man allerdings, so das Fazit, besser verzichten sollte, sobald es an die Familiengründung geht ...

Wie wird es denn nun wirklich weitergehen mit Kalk? Das ist die große Frage. Wird sich die Kriminalität weiter erhöhen und Kalk bald kinderfrei sein? Oder werden die zuziehenden Kreativen und alteingesessenen Engagierten für einen attraktiven Stadtteil sorgen, den sich irgendwann keiner mehr leisten kann? Es ist noch lange nichts entschieden.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Überregionales Interesse an Kalk

In dem Artikel Kalk - steh auf! berichtet die FAZ darüber, wie es sich in diesem Stadtteil lebt und wer hier so alles lebt. Die Auswahl kann man kritisieren und sich fragen, warum nun gerade diese Menschen und nicht andere zu Wort kamen und warum zum Beispiel neben den Kalker Institutionen Café Schlechtrimen, Trash Chic und Büro für Brauchbarkeit der Blaue König keine Erwähnung fand. Das Fazit aber immerhin dürfte unter Kalkern auf allgemeine Zustimmung stoßen: Kalk wird immer interessanter!

Dienstag, 15. Dezember 2015

KHD-Schornstein von allen Seiten

Und nach gestern gleich noch mal der zum Abriss freigegebene KHD-Schornstein - diesmal nur mit Fotos, weil sich das bei dem schönen Wetter einfach anbot:





Montag, 14. Dezember 2015

KHD-Schornstein Kalk: Abriss beschlossen

Während die Zukunft der ehemaligen KHD-Hallen am Ottmar-Pohl-Platz im Moment ganz positiv aussieht – auch wenn eine endgültige Entscheidung noch nicht getroffen wurde –, ist das Schicksal des KHD-Schornsteins an der Dillenburger Straße laut Kölner Stadt-Anzeiger besiegelt. Entgegen der Versuche von Lokalpolitikern der SPD, CDU, Linken und Grünen, den über 100 Meter hohen Ziegelschornstein zu retten, wurde von der Kölner Verwaltung nun der Abriss beschlossen. Damit verschwindet ein weiteres wichtiges Zeugnis der Industriegeschichte Kalks. Sehr schade!

Donnerstag, 19. November 2015

Buchtipp: Zo Foß durch Kölle jonn

"Der alternative Wanderführer durch das gesamte Kölner Stadtgebiet"– so lautet der Untertitel – von Helmut Frangenberg schert sich nicht um Touristenakttraktionen wie den Kölner Dom oder die 12 Romanischen Kirchen, sondern präsentiert 14 sehr gut rercherchierte und nachvollziehbare Stadtwanderungen, die überwiegend an nicht ganz so repräsentative, aber ebenso interessante Orte führen. Es geht durch fast jedes Veedel – auf Wanderungen, die zwischen 6,5 und 17 Kilometer lang sind, an einer KVB-Haltestelle starten und enden und immer auch einige Einkehrtipps enthalten. Eine wirklich tolle Sache, um die eigene Stadt (noch) besser kennenzulernen.

Mit Tour 11 kommt man auf dem Weg von Buchforst nach Brück sogar auch durch Kalk. Vorbei geht es an den Köln Arcaden, dem Wasserturm, der Halle Kalk, der Pflanzstelle, dem Kalker Stadtgarten und natürlich an der Kalker Kapelle und der Sünner Brauerei. Zur Einkehr empfohlen wird allerdings nicht die Brauerei, sondern Café Schlechtrimen und Blauer König.

Erwähnen möchte ich auch noch das Vorwort, in dem Helmut Frangenberg das Wesen seines Wanderführers beschreibt und dabei auch eine mögliche Zukunft Kalks streift: "Schönes und Schlimmes, Großes und Mickriges, Heimeliges und Furchteinflößendes – das alles liegt so nah beieinander, dasss es nicht nur überrascht, sondern manchmal auch richtig wehtun kann. Zurzeit wird viel darüber geredet, die Spaltung der Stadt in Arm und Reich zu verhindern und die soziale Mischung im viel besungenen Veedel zu erhalten. [...] Wer Ehrenfeld und Nippes mag, wird nicht in Merheim, Rheinkassel oder Marienburg wohnen wollen. Gleichzeitig wird er einsehen müssen, dass er die Weisheit darüber, wie sich die Stadt entwickeln soll, nicht gepachtet hat. Die Uhren in Porz-Zündorf oder Rodenkirchen ticken anders als in Deutz oder Sülz. Besonders spannend ist es da, wo sich das Alte mit dem Neuen mischt, die Nachbarn noch fremdeln und sich gleichzeitig neugierig wie skeptisch beäugen. Wenn es der Stadt gelingt, die Verdrängung der Alteingesessenen trotz Aufwertung zu vermeiden, werden Mülheim oder Kalk die Orte der Zukunft sein."

Dass das so kommt, steht also noch lange nicht fest - auch wenn die meisten Medien in Kalk schon seit längerem das neue Ehrenfeld sehen. Aber die Hoffnunf stirbt ja bekanntlich zuletzt.